Facebook

Die Krise verändert das Kaufverhalten: Darauf sollten Marken jetzt achten

Fast alle Verbraucher ändern in der aktuellen Krise ihr Kaufverhalten. Und das, obwohl sich nur ein Viertel der Deutschen von der Krise als direkt betroffen sieht. Laut einer Studie der Markenberatung Musiol Munzinger Sasserath (MMS), die mehr als 1.000 Personen zu ihrer Wahrnehmung der wirtschaftlichen Situation befragte, führt die Rezession zu einer neuen Konsum-Nachhaltigkeit in der Gesellschaft. Die Verbraucher kaufen sehr viel bewusster und nach anderen Kriterien ein. Normalerweise ist der Mensch ein „Gewohnheitstier“ – ohne  weitere Reflektion werden immer wieder identische Produkte an den gleichen Orten eingekauft. Die Krise unterbricht dieses Verhalten. Die Deutschen wägen vor jedem Kauf seine Notwendigkeit ab. Und recherchieren, ob ein anderes Angebot zum gleichen Preis mehr bietet.

Die Studie belegt zum Beispiel, dass 74 Prozent der Konsumenten jetzt häufiger die Preise vergleichen, 72 Prozent verstärkt auf Sonderangebote achten und 60 Prozent häufiger in den Discounter gehen. Um die Krise gut zu überstehen, müssen laut MMS Marken dem Konsumentenwunsch nach einem echten Mehrwert nachkommen. Das kann besonders gute Qualität sein, aber auch die Aussicht niedrige Folgekosten bei technischen Geräten oder hervorragender Service und professionelle Beratung.

Darum empfiehlt MMS für die Markenführung, an den Faktoren Positionierung, Pricing, Distribution und Kommunikation strategisch anzusetzen. Es sollte bewusst entschieden werden, ob die Marke als Premium- oder Value-Brand wahrgenommen werden will. Darüber hinaus sei eine vertrauensvolle Beziehung zum Kunden besonders wichtig - und Discounter als alternative Vertriebswege sollten definitiv berücksichtigt werden.