Geotargeting im Fokus
Geografische Steuerungsmöglichkeiten bei Werbung noch ausgereifter
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein: Das ist die große Stärke von Außenwerbung – gerade am Point of Sale. Mit dem Großflächenplakat ist eine listungsbezogene Standortauswahl am POS und eine gute Aussteuerbarkeit der Zielgruppe durch geografische Steuerungsmöglichkeiten machbar. Kein Werbetreibender werde künftig um eine geografische Betrachtung seiner Kampagne herumkommen – davon ist Carsten Ehling, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing der awk AUSSENWERBUNG, überzeugt.
„Ausgangspunkt für die Kommunikation wird zukünftig die zentrale Fragestellung sein, wann und wo der Konsument bereit ist, sich mit dem Werbemittel und seiner Botschaft auseinanderzusetzen“, hebt Ehling hervor. Das Planungsinstrumentarium ist dabei vielfältig – nur, viele Werbekunden im Handel haben die Fülle der planerischen und gestalterischen Möglichkeiten noch nicht verinnerlicht.
Dabei kann geografische Planung heute noch weit mehr als die Umfeldselektion, wie sie früher im Geomarketing üblich war. So wird mittlerweile auch von Geotargeting gesprochen – zugeschnitten auf sich bewegende „Kundenströme“. Entscheidend ist hier die Kundenfrequenz zum Point of Sale hin und nicht eine reine Umfeldselektion, bei der auch Verkehrsströme erfasst werden, die keine Verbindung zum betreffenden POS haben.
Geografische Steuerung mittels Geotargeting funktioniert besonders gut in crossmedialen Kampagnen: Die zuvor in einem anderen Medium – Zeitung, TV, Radio – etablierte Werbebotschaft wird auf dem Weg zum POS durch strategisch platzierte Außenwerbung reaktiviert.

Edith Sagorny