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Neue Plakatwährung löst G-Wert ab

Ab 2012 wird nach „Plakatsehern pro Stelle“ abgerechnet

Der Ausweis von Kontaktsummen in der Außenwerbung erfolgt künftig über den „Plakatseher pro Stelle“ (PpS). Ab dem Tarifjahr 2012 wird die neue Währung Grundlage der Preisgestaltung. Dies hat der Fachverband Aussenwerbung (FAW) auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung im Juni in Berlin beschlossen. Der G-Wert ist damit Geschichte.

Die neue Media-Währung der Außenwerbung, die die Leistung von Plakatstellen ausweist, ist bereits aus der Reichweitenstudie ma (Media-Analyse) Plakat bekannt. Der PpS gibt die Kontaktsumme eines Werbeträgers pro Tag an. Mit der Entscheidung für die Währung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) folgte der FAW Forderungen von Kunden (ein Nebeneinander der beiden Währungen im Markt hatte für wachsenden Unmut gesorgt) nach nur einer Leistungsbewertung für Plakatstellen.

Die intramediale Plakatwährung PpS ist laut Definition der ag.ma der sichtbarkeitsgewichtete Passagekontakt mit einer einzelnen Plakatstelle und somit als Werbemittelkontaktchance einzustufen. Diese „Sichtbarkeits-Gewichtung“ erfolge bei der Berechnung der Kontaktwerte durch die Berücksichtigung qualifizierender Stellenstandort-Parameter. Wie bisher erfolge die Erhebung der Parameter und die Überprüfung der Standorte für jede Plakatstelle durch eine unabhängige Institution vor Ort.

Der PpS tritt an die Stelle des 1993 eingeführten G-Wertes, der von der Gesellschaft für Konsumforschung erhoben wird. Bis zur offiziellen Umstellung der Preislisten auf den PpS zum Tarifjahr 2012 hat das G-Wert-basierte Preissystem weiterhin Bestand. Neben der Einführung des PpS als Kontaktwährung gibt es beim FAW auch Überlegungen, weitere zeitgemäße umfeldbeschreibende Faktoren in die Preisgestaltung ab 2012 einfließen zu lassen.