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Einkaufszettelstudie: Handelsmarken und Discounter holen am POS auf

Deutschlands erste online durchgeführte „Einkaufszettelstudie“ zeigt ganz deutlich, dass die Markentreue der Konsumenten abnimmt. Zwar werden bei der Planung des Wocheneinkaufs zu mehr als 60 Prozent Markenartikel aufgeführt, die Kaufentscheidung am POS fällt dann aber nur noch zu 45 Prozent zugunsten der Markenprodukte aus. Immer häufiger wird am Regal zu den günstigeren Handelsmarken oder den Eigenmarken der Discounter gegriffen. Insgesamt kaufen Verbraucher derzeit mehr als doppelt so viele Handelsmarken, als sie vor dem Kauf planten.

Laut der Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia, die 561 haushaltsführende Personen zwischen 18 und 69 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Innofact mehrstufig befragte, liege das zum einen an dem günstigeren Preis, aber auch an der inzwischen deutlich hochwertigeren Anmutung von Discounterprodukten. So wird nach der „Einkaufszettelstudie“ mit 52 Prozent auch der größte Teil der Wochenhaupteinkäufe in Discountern getätigt. Danach folgen Verbrauchermärkte mit 20 und Supermärkte mit 19 Prozent.

Der Verdrängung der Markenartikel kann laut Frank-Peter Lortz, CEO von ZenithOptimedia, nur aufgehalten werden, wenn zusätzlich zur Markenbekanntheit, auch kontinuierlich in die Markenpflege investiert wird. Der Konsument müsse eine Marke als unaustauschbar und begehrenswert wahrnehmen. Dabei spiele der POS eine Schlüsselrolle.